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Thomas Geierspichler glaubt an das Wunder

28.08.2008
Thomas Geierspichler weiß, dass es bei den Paralympics in Peking schwer wird, Medaillen zu holen. "Gold wäre sogar ein Wunder. Aber ich glaube ja an Wunder", so der Anifer.


Am kommenden Sonntag fliegt Thomas Geierspichler nach Wien, wo Österreichs Behindertensportler von Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka verabschiedet werden, und anschließend gleich nach Peking weiter. In der chinesischen Hauptstadt bestreitet der Anifer seine inzwischen dritten Olympischen Spiele. Dort will er an seine Erfolg von Athen 2004 anknüpfen, auch wenn es schwer wird. „Athen war ein Lottosechser. Das wird schwer zu wiederholen sein, gerade weil die Konkurrenz diesmal sehr stark ist und einige Athleten eine geringere Behinderung als ich haben“, sagte Geierspichler. Trotzdem glaubt der 32-Jährige an seine Chance, vor allem über die 800 Meter. „Diese Distanz liegt mir besonders und auch das Training haben wir darauf ausgelegt. Aber auch über 400 und 200 Meter bin ich nicht chancenlos“, sagte der Olympiasieger, der sich vier Jahre lang im LBZ-Rif auf das Großereignis vorbereitete. Auch den Marathon wird Geierspichler in Peking bestreiten. „Im Herzen bin ich ja ein Marathon-Fahrer, auch wenn ich mich nicht speziell vorbereitet habe. Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen Windschatten ausnutzen.“

 

In Peking wird die Post abgehen

Angesprochen auf die Ziele, zeigt sich der LBZ-Athlet locker. „Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Der Fokus liegt bei den Rennen, nicht bei den Medaillen. Trotzdem will ich natürlich immer gewinnen, wenn ich an den Start gehe. Grundsätzlich wäre eine Medaille eine Sensation, Gold ein Wunder. Aber ich glaube ja an Wunder“, lachte der Rennrollstuhlfahrer. Seine Gegner kann Geierspichler schwer einschätzen. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich im Vergleich zu den anderen stehe. Ich habe gut trainiert, den ein oder andern Infekt überstanden und fühle mich momentan großartig. Dier Form ist gut, das haben auch die Wettkämpfe heuer gezeigt. Da auch die Bahn in Peking sehr schnell ist, bin ich überzeugt, dass in allen Rennen die Post abgehen wird“, sagte der Anifer.

Dass er sich auf die Olympischen Spiele in den letzten vier Jahr ganz gezielt vorbereiten konnte, verdankt er auch seinen Sponsoren. „Ohne die Unterstützung von Palfinger, Salzburg AG, Autohaus Huber in Mittersill, Porsche Zell/See und Gesund und Schön Vitalkabinen wäre mein Training nicht möglich. Ich hoffe, ich kann mich mit sportlichen Leistungen bedanken“, so Geierspichler. Sportliche Höchstleistungen werden auch nötig sein, um in Peking wiederum für Furore zu sorgen. Der LBZ-Sportler will sich aber keinen Druck machen: „Ich gehe locker und ruhig an die Sache ran und vertraue auf meine Fähigkeiten.“


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