24.04.2007
Einzig der vorherrschende Gegenwind konnte beim heutigen Marathon in Padua Thomas Geierspichler stoppen. Während die Konkurrenz mit zehn Minuten Rückstand ins Ziel kam, fehlte dem Salzburger nach 42km gerade einmal eine Minute zum neuen Weltrekord.
„Padua taugt mir einfach! Da bin ich immer super drauf, die Strecke liegt mir“, freut sich Thomas Geierspichler über seinen souveränen Sieg. Wie schon in den Jahren zuvor dominierte der Salzburger den Marathon in Padua, distanzierte den Rest des Feldes deutlich. „Thomas ist ein technisch super sauberes Rennen gefahren, Zug und Sitzposition passen“, erklärt Trainer Gerald Bauer. Der Betreuer aus dem LBZ Rif begleitete seinen Athleten die gesamte Distanz über auf dem Fahrrad: „Gerade zu Beginn der Wettakmpfsaison ist ein möglichst umfassender Eindruck bei einem Bewerb enorm wichtig, da könnten wir gegebenenfalls noch nachjustieren.“
Wind als Spielverderber Den angepeilten Weltrekord verpasste Geierspichler um eine Minute und rollte nach 1h 45 min über die Ziellinie. Der anhaltende Gegenwind verhinderte das Vorhaben. „Die Strecke hier ist ja kein Rundkurs. Nach den ersten zehn Kilometern sind wir nach Süden abgebogen, von da an war der Wind gegen mich“, so Geierspichler. Von der Rekordjagd profitierten einige Kollegen aus anderen Rollstuhl-Klassen, die in Geierspichlers Windschatten ebenfalls Spitzenzeiten ablieferten. Trainingspartner und Freund Clayton Gerein sicherte sich Platz zwei hinter Geierspichler, sein Rückstand betrug schlussendlich knapp unter zehn Minuten.