05.02.2010
Paralympicssieger Thomas Geierspichler hat in den letzten Wochen Hochs und Tiefs durchlebt: Nach einer guten Trainingsvorbereitung und der Vorfreude auf den Saisonauftakt diese Woche in Dubai, musste der Salzburger den Tod seines langjährigen schärfsten Gegners aber auch besten Freundes Gerein Clayton verkraften. Der sechsfache Paralympicschampion verstarb letzte Woche an einem Gehirntumor in seiner kanadischen Heimat Regina.
"Ich bin natürlich zum Begräbnis nach Kanada geflogen. Gerein war einer meiner besten Freunde, auch abseits des Sports, und bei Minus 30 Grad gaben ihm zahlreiche Wegbegleiter die letzte Ehre. Sein Tod ist mir sehr nahe gegangen und das Begräbnis war sehr emotional. Ich konnte mich zum Glück noch an Geirins Urne von ihm verabschieden", sagte Thomas Geierspichler. Gestern landete er in München, wo er gleich direkt weiter nach Dubai flog.
Saisonauftakt in DubaiIm sonnigen Wüstenstaat läutet der Anifer die Saison 2010 ein: "Ich werde in Al Ain am Mittwoch und Donnerstag bei einem Bahnmeeting über 200, 400 und 800 Meter starten und am Samstag zum Abschluss ein Straßenrennen über 10 Kilometer. Dieser Bewerb ist als Weltmeisterschaft ausgeschrieben. Ob ich die WM fahre, hängt von meinem neuen Rennrollstuhl ab, den ich mir über die Weihnachtsfeiertage in Florida von der Firma Invacare anfertigen habe lassen. In Florida hatte ich wegen der kalten Witterungsbedingungen fast keine Möglichkeit, den Rolli auf der Straße zu testen. Solche Tests im Freien sind wichtig, vor allem in Hinblick auf die Sitzposition. Es ist natürlich ein gewisses Risiko, mit dem neuen Rollstuhl nach Dubai zu fliegen, aber das nehme ich in Kauf. Für mich ist Dubai ein erster Gradmesser und eine tolle Vorbereitung auf die wichtigen Bahnmeetings im Frühjahr und den ersten Marathon in Padua am 25. April."