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5 x WM-Silber für Thomas Geierspichler

11.09.2006
Auf Silber hatte sich Rennrollstuhlfahrer Thomas Geierspichler bei der Weltmeisterschaft in Assen „eingefahren".


In allen Disziplinen wurde der Salzburger Behindertensportler jeweils Zweiter. 4 x Gold ging an den Spanier Santiago Sanz, über 400 Meter hieß der Sieger Rungsry Peth aus Thailand. Den Auftakt des Silberreigens gab es über 400 Meter, dann über 800, über 5.000 – was Thomas ziemlich an die Substanz ging. „Das Rennen über 5000 Meter musste neu ausgetragen werden, weil der Stadionsprecher die letzte Runde zu früh ausgerufen hatte bzw. der Streckenfunktionär dann auch die Glocke für die letzte Runde zu eingeläutet hat." Am Mittwoch gewann der Salzburger dann Silber über 800 Meter, am Donnerstag dann ebenfalls Silber über den Wiederholungsslauf über 5.000 Meter. Nach einem Tag Pause ging es am Samstag mit Silber über 1.500 Meter weiter und am Sonntag dann noch zum Abschluss Silber im Marathonbewerb. „Von der Medaillenfarbe war es wahrscheinlich eintönig, aber ich bin mit meinem Abschneiden bei der WM in Assen absolut zufrieden. Ich war gut in Form, habe mir die Rennen gut eingeteilt und habe gezeigt, dass ich gut finishen kann und habe dort jeweils meine Silbermedaille abgesichert." Einen bitteren Beigeschmack hat die Weltmeisterschaft für Thomas Geierspichler aber doch. „Es tut schon weh, wenn Athleten Gold holen, die eigentlich von der Klassifizierung in unsere Klasse nichts verloren haben. Das ist jetzt keine gekränkte Eitelkeit oder Neid, sondern rein körperlich gesehen. Sowohl Rungsry Peth als auch Santiago Sanz haben klare körperliche Vorteile gegenüber den Tetra-Athleten und gehören eigentlich in die Para-Klasse. Es wurden von den benachteiligten Athleten auch Proteste eingelegt. Für die Weltmeisterschaft hat das keine Auswirkungen, aber die Offiziellen werden sich nach der WM zusammensetzen und hoffentlich eine Neueinteilung vornehmen. Gerade beim Marathon war es augenscheinlich, wo der Spanier Sanz einen Vorsprung von fast 10 Minuten herausgefahren hat und das noch dazu bei Gegenwind. Mein Weltrekord war bei einer Siegerzeit von 1 Stunde 50 Minuten aber nicht in Gefahr. Ich war in einem 4-Mann-Verfolgergruppe, wo aber weder die zwei Japaner, noch der Kanadier Führungsarbeit übernehmen wollten. Ich wollte unbedingt in meiner Paradedisziplin eine Medaille holen und habe mich nur auf mein starkes Finish verlassen können. So ist der Vorsprung doch recht deutlich geworden. Der Ausgang in Assen hat jetzt keine Auswirkungen auf die Vorbereitung. Das Trainingsprogramm wird planmäßig weiter ablaufen und ich werde alles meinem großen Ziel Olympia 2008 in Peking unterordnen. Und da ich an die Gerechtigkeit glaube, denke ich auch, dass die Klasseneinteilung sportlich fair umbesetzt wird."


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