Geierspichler löst Ticket für seine 6. Paralympics!

Nach zwei Goldmedaillen bei den Europameisterschaften in Polen Anfang Juni 2021 kommt für Thomas Geierspichler die erlösende Nachricht: Der Salzburger hat sein Ticket für die Paralympics in Tokyo! Der zweifache Goldmedaillengewinner nimmt damit seine sechsten Titelkämpfe in Angriff
„Das Warten hat ein Ende, endlich“, zeigt sich Thomas Geierspichler in einer ersten Reaktion erleichtert. Seit über eineinhalb Jahren gibt er alles, um das Ticket für Tokyo zu lösen: „Ganz nach dem Motto: Durchgehen statt Durchdrehen! Das ist nicht zuletzt der Corona-Krise geschuldet. Ich habe seit Ausbruch der Pandemie super trainiert und brachte auch vor der EM schon sehr gute Leistungen bei den Bahn-Meetings in der Schweiz. Durch die ständigen Klassenzusammenlegungen unterschiedlichster Behinderungsgrade wird es immer schwieriger bis unmöglich die Quali-Limits für die Paralympics zu erreichen. Dadurch bleiben Menschen mit schwereren Behinderungen zunehmend auf der Strecke. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich mich meinen sechsten Paralympics stellen darf. Und ich will auch weiterhin für Chancengleichheit – gerade im Behindertensport – kämpfen! Es ist genau dieser olympische Gedanke der Gleichheit, der nicht verloren gehen darf.“Thomas Geierspichler ist zutiefst freudig und dankbar, dass er Österreich bei den Paralympics vertreten darf. Bisher holte der Anifer seit Sydney zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen. „Ich bin all meinen Sponsoren, Unterstützern und meinem Umfeld so dankbar, dass ich es wieder geschafft habe. Ganz besonders meinem Trainer Walter Gfrerer, der mir trotz seines Fulltimejobs bei Nico Kovacs Fussballclub AS Monaco jederzeit zur Seite steht. Ohne dieses funktionierende Umfeld wäre diese jahrelange Konstanz nicht möglich.“

 

Ungebetene Gäste in Japan?
Kritisch sieht der Salzburger teilweise den Umgang mit der Pandemie: „Ich blende keineswegs aus, dass wir in diesen Zeiten leben. Wahrscheinlich werden uns auch viele Japaner als ungebetene Gäste sehen. Ich habe ein mulmiges Gefühl, wenn ich daran denke, dass die tausenden Sportler und Betreuer nachhaltig für schlechte Zeiten in Japan aber auch weltweit sorgen könnten. Aber die Veranstalter haben bis Dato die Entscheidung getroffen, dass die Spiele stattfinden. Und als Sportler ist man es gewohnt, bei Wettkämpfen sein Bestes zu geben. Ich werde weiter hart trainieren, um top vorbereitet an den Start zu gehen und freue mich schon auf meine Bewerbe!“

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